Euregionaler Mehrwert des Projektes
Aufgrund des grenzüberschreitenden Transports von Tieren und Lebensmitteln ist mit einer raschen Ausbreitung von MRSA innerhalb der Tierbestände zu rechnen. Dadurch ergeben sich neue Übertragungswege zur epidemischen Ausbreitung des Erregers auf beiden Seiten der Grenze, die bisher durch den limitierten Patientenaustausch über die Grenze kontrolliert wurde. Zusätzlich wird hierdurch die zoonotische Ausbreitung des Erregers zwischen Tier und Mensch möglich. Die potentielle und in der Allgemeinbevölkerung bekannte Gesundheitsgefährdung der Menschen durch Krankenhaus-assoziierte und community-acquired MRSA birgt zudem die Gefahr einer Stigmatisierung von Lebensmitteln tierischer Herkunft als Infektionsreservoir. Der Aufbau einer engmaschigen Kontrolle und Subtypisierung aller MRSA auf beiden Seiten der Grenze erlaubt die Unterscheidung von MRSA vornehmlich tierischer oder humaner Herkunft. Hiermit kann im Rahmen dieses Arbeitspaketes ein deutlicher Beitrag zur differenzierteren Sichtweise des epizoonotischen und epidemiologischen Geschehens geleistet werden. Hierdurch können auf beiden Seiten der Grenze der Verbraucherschutz deutlich gestärkt und Gefahren für unsere grenzüberschreitende Wirtschaftstätigkeit vermieden werden. Im Rahmen dieses Arbeitspaketes soll eine Zusammenarbeit zwischen Human- und Tiermedizinern über den gesamten Grenzverlauf zwischen den Niederlanden und Deutschland erfolgen.[top]
